Das Mädchen aus der Feenwelt oder der Bauer als Millionär
Raimundspiele Gutenstein Sommer 2025
Wie auch im vergangenen Jahr wurde ich vom Organisationsteam der Raimundspiele Gutenstein gebeten die aktuelle Produktion mit Bild und Ton zu begleiten. Verteilt über mehrere Monate fanden auch dieses Jahr Shootings für das Programmheft, den ersten Eindruck sowie die Aufnahme des gesamten Stücks von Raimund statt.
Erstes Shooting
Auch diesmal musste ich vor dem ersten Moos-Shooting ein bisschen Bildung nachholen und mir zuallererst das Stück zu Gemüte führen. Charaktere kennen lernen, eine Gesamtstimmung schaffen und erste Ideen für das Shooting sammeln.
Diesmal haben wir das Shooting direkt in der alten Zacherlfabrik – dem Probengelände der Raimundspiele in Wien – gemacht. Die ersten Kostüme waren schon fertig und mit dem kleinen Wäldchen im Hinterhof, dem Garten und der Fabrik selbst hatten wir alle Optionen verschiedenste Szenen aus dem Stück darzustellen und Charaktere zu portraitieren.
Zweites Shooting
Parallel zu den laufenden Proben haben wir auch direkt in der Zacherlfabrik ein paar Videos aufgenommen – Grüße, Einladungen und die ersten Eindrücke der Schauspieler für die Bewerbung der Raimundspiele auf Social Media, im Web und auf YouTube.
Drittes Shooting
Mit Abstand die stressigste Phase des ganzen Projektes war – auch abzusehen – die Woche vor der Prämiere. Erst, wenn alle Kostüme passen, das Licht richtig eingestellt ist und das Stück sitzt, können die Bilder für das Programmheft aufgenommen werden. Und das ist mit dem Druck und der damit verbundenen Frist kurz vor der Prämiere immer etwas knapp. Vor allem weil für mich der Sommerbeginn arbeitstechnisch auch eher gut voll ist.
Trotz alledem ist die Kostümprobe immer ein ganz besonderes Erlebnis. Eine Privatvorstellung für mich, in der ich zwei Stunden ununterbrochen zwischen den Tribünen herumlaufe um alle Winkel und das Licht perfekt einzufangen. Zusätzliche Blitze sind nur keine Option und damit bin ich Opfer der dortigen Lichttechniker, und damit ist das Licht eben das, was es ist und ich muss zu 100% flexibel auf die Situationen reagieren können. Und der ISO ist permanent auf einem fast ungesunden Level – aber da kann man dann auch nichts mehr machen.
Viertes Shooting
Auch wie im Vorjahr habe ich mangels Vertrauen in meine geliebte Sony a7iv sicherheitshalber die FX3 ausgeliehen um die lange, durchgehende Aufführung aufzuzeichnen. Die größten Herausforderungen dabei waren die eingeschränkte Bewegungsfreiheit aufgrund des ausverkauften Theaterzeltes sowie die permanent wechselnden Lichtverhältnisse. Den Ton konnte ich wieder ganz elegant direkt vom Mischpult vor Ort mit einem XLR-Kabel in die Kamera einspeisen, habe diesmal aber parallel den Ton im Theaterzelt aufgezeichnet um ein bisschen mehr Live-Feeling in die Aufzeichnung zu bringen indem ich beide Tonspuren gemischt habe.
















